Knochenkrebs. Für Pascal geht es jetzt um alles.

„Pascals Chancen stehen 50:50, sagte der Arzt zu uns.“ Pascals Mutter erzählt.
 

„Den Augenblick, als wir die Diagnose hörten, werde ich nie vergessen, es war der schlimmste in meinem Leben. Pascal hat ein Ewing-Sarkom, sagte uns der Arzt am 15.2.2012. Der Junge war mitten in der Ausbildung zum Anlagenmechaniker.

Die Ärzte begannen sofort mit dem ersten Block Chemotherapie: 5 Tage auf Station, dann 14 Tage Erholung zu Hause. Danach gleich der nächste Block … und fünf weitere! Pascal gingen die Haare aus, die Mundschleimhaut löste sich auf.

„Wir pürierten alles Essen. Pascal schlürfte es unter Schmerzen mit dem Strohhalm.“

 

 


Dann sollte Pascal operiert werden. Der Schienbeinknochen war vom Krebs befallen, es gab Metastasen. Und wieder eine Hiobsbotschaft: Entweder sollte Pascals Bein komplett amputiert oder der Schienbeinknochen durch eine sog. endogene Metallprothese ersetzt werden. Wir waren fassungslos. Jetzt sollte der Junge auch noch sein Bein verlieren! Natürlich entschieden wir uns für die Endoprothese.

Pascal war gerade 18 geworden … jetzt wurde er sechs Stunden lang operiert.
 

Zwei Tage nach seinem 18. Geburtstag wurde der Junge an der Uniklinik Münster operiert. Die Ärzte entfernten Kniegelenk und Schienbeinknochen und ersetzten sie durch die Titan-Prothese. Oberschenkel, Kniescheibe und Fuß konnten sie erhalten. Es war eine sehr schwere OP, die Pascal aber gut überstand. Anschließend wurde er wieder nach Lübeck verlegt. Trotzdem ging es ihm in der Folgezeit immer schlechter.
 

Von 80 kg magerte Pascal auf 48 kg ab.


Die achte Chemo kam, und noch eine, und noch eine... schon wenn er nur an die nächste Chemo dachte, musste der Junge erbrechen. Von 80 kg magerte er auf 48 ab. Zweimal riefen mich die Ärzte mitten in der Nacht, weil es ihm so schlecht ging.
 

Februar 2013: Bei der 14.(!) Chemo begann ich, die Hoffnung zu verlieren.

 

Doch Pascal kämpfte so tapfer weiter: „Ich pack das.“ sagte er immer. Und tatsächlich, es kam die Wende! Pascal erholte sich. Im Sommer 2013 ging es in die Reha. Gehen, sprechen, feste Nahrung essen... alles musste der Junge sich neu erarbeiten. Von Tag zu Tag ging es Pascal nun wieder besser.

 

Ich kann es bis heute nicht fassen, was wir durchgemacht haben.


Jetzt liegt diese schlimme Zeit schon zwei Jahre hinter uns. Ich weiß, dass mein Pascal gekämpft hat wie ein Löwe, und dass wir tolle Ärzte hatten. Ich weiß aber auch, wie wichtig die Krebsforschung ist, und die neuen Therapien, die immer mehr Kinder retten.“

 

Pascal wird dieses Jahr 20 Jahre alt. Er ist wieder in Ausbildung, und er trainiert für Tanz-Turniere! Er hat sich ins Leben zurückgekämpft und es geht ihm gut. Er hat eine Zukunft!
 

Bitte stehen Sie mit uns gemeinsam an der Seite krebskranker Kinder.
 

Kinder bzw. Jugendliche, die wie Pascal den Krebs besiegen, verdanken ihr Überleben neuen Therapien aus der Krebsforschung. Diese Forschung zu unterstützen, dafür setzen wir uns mit allen Kräften ein. Wenn Sie uns dabei helfen möchten, freuen wir uns über Ihre Spende.


Madeleine Schickedanz
„Es waren sehr persönliche Gründe, die mich 1990 veranlassten, die Madeleine Schickedanz KinderKrebs-Stiftung ins Leben zu rufen.“

Prof. Karl Welte:
"Leben und Gesundheit unserer Kinder sind die höchsten denkbaren Güter, die es auf jede Art und bei immer währenden Bemühungen zu erhalten und sichern gilt."

Tourvideo DJ Bobo



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