Diagnose Knochenkrebs. Kann Marcel es schaffen?

Marcel hat gerade seinen 14. Geburtstag gefeiert. Einfach herrlich, das Teenagerleben. Wenn bloß diese Schmerzen im Arm nicht wären … Der Kinderarzt kann sich nicht erklären, woher Marcels Schmerzen im Oberarm rühren. Also Kernspintomographie. Das Ergebnis ist alarmierend. Marcel muss sofort in die Uniklink nach Kiel zur weiteren Untersuchung. Dann der Schock: Es ist Knochenkrebs, ein so genanntes Osteosarkom. „Ein sehr bösartiger, schnell wachsender Tumor.“ Das Schlimmste ist jetzt die Ungewissheit: Können die Ärzte Marcel retten? Wird er seinen Arm verlieren? Vor der OP erhält Marcel Chemotherapie. Acht Blöcke, Die Nebenwirkungen sind schlimm: Haarausfall, Erbrechen, Gewichtsverlust.
 
Das Osteosarkom ist die häufigste Form bösartiger Knochentumore. Sehr häufig betrifft er die Knochen der Beine. Aber auch die Armknochen oder andere im Körper können betroffen sein. Typische Symptome sind schmerzhafte Schwellungen. Der Tumor zerstört nach und nach das gesunde Knochengewebe. Der befallene Knochen kann durch die Zerstörung auch leichter brechen. Wichtig ist eine exakte Diagnose. Dabei ist die innovative Medizintechnik unverzichtbar: Neben klassischem Röntgen- sind das Magnet-Resonanz-Untersuchungen, Biopsie und detaillierte Blutanalysen.
 
„Verliere ich meinen rechten Arm?“
 
Marcels rechter Oberarm ist so stark vom Krebs befallen, dass er womöglich nicht zu retten ist. Die Ärzte suchen fieberhaft nach einem Weg. Die OP ist heikel. Die Ärzte operieren volle 5 Stunden! Marcels rechter Oberarmknochen wird zu 2/3 entfernt. Die entnommene Knochenmasse wird durch ein Titan-Implantat ersetzt und direkt mit Marcels Ellbogen verbunden. Dank der spendenfinanzierten Forschung ist auch die Implantatations-Chirurgie so weit vorangeschritten!
 
Aber noch gibt es keine Entwarnung. Die Operation verlief erfolgreich. Was zunächst noch völlig unsicher war – Marcels rechter Arm konnte gerettet werden. Und doch ist der Kampf für Marcel noch nicht gewonnen. Um den Krebs endgültig zu besiegen, muss er noch einmal in die Chemotherapie.
 
„Du fühlst dich sterbenselend.“

Noch einmal 11 Blocks „Chemo.“ Die Wochen der Chemotherapie sind eine Tortur. Die Mutter erinnert sich: „Wir waren immer 5-6 Tage in der Klinik, dann 2-3 Tage zu Hause. Marcelhat sehr gelitten. Er bekam drei Bluttransfusionen. Und zweimal mussten wir nachts in die Klinik, weil er so starkes Nasenbluten hatte.“ Doch Marcel behält seinen Mut. Es geht bergauf. Die Ärzte sind überzeugt: Marcel kann und wird den Kampf gegen den Krebs gewinnen! Frühling 2010 ist es soweit: Am 6. Mai 2010 kann endlich sein Katheter entfernt werden. 
 
 
 
 
 
Marcel kehrt zurück ins Leben!

Marcel kann im Frühling 2010 zurück an die Schule. Sogar in seine „alte“ Schulklasse! Er ist jetzt 15 und geht in die 9. Klasse. Anfangs für 2-3 Stunden jeden Tag. 
 
Nach der langen Leidenszeit ist selbst das früher Vertraute neu: erster Spaziergang am Meer. 
 
Zwei Eigenschaften haben Marcel während der Krankheit besonders geholfen: sein unerschütterlicher Optimismus und sein Durchhaltewillen. Die helfen ihm auch jetzt: Er schafft 2012 seinen Realschulabschluss – trotz der langen Ausfallzeit. Zu den Kontrolluntersuchungen muss Marcel nur noch alle drei Monate. Es sieht richtig gut aus für Marcel!
 
Marcel startet wieder voll durch!

Ab 1.8.2012 lernt Marcel Kaufmann im Groß- und Außenhandel bei einem Autohändler seiner Lieblingsmarke. Für Marcel geht damit ein langgehegter Traum in Erfüllung. Diesen Erfolg hat er sich einerseits selbst erkämpft – zum anderen hatte er dabei viele wertvolle Helfer: Engagierte, kompetente Ärzte und Pfleger in der Kinderkrebsklinik – und innovative Therapien und neue Erkenntnisse aus der Krebsforschung.
 
 
 
Bitte stehen Sie mit uns gemeinsam an der Seite krebskranker Kinder. Kinder, die den Krebs besiegen, verdanken ihr Überleben neuen Therapien aus der Krebsforschung. Diese Forschung zu unterstützen, dafür setzen wir uns mit allen Kräften ein. Wenn Sie uns dabei helfen möchten, freuen wir uns über ihre Spende.


Ein Freitag, der Dreizehnte, wird für die kleine Mia zum Schicksalstag.

Es ist Freitag, der 13. September 2013 gegen 18:00 Uhr abends. Mit Blaulicht rast der Krankenwagen zur Uniklinik in Lübeck. An Bord: Die kleine Mia, gerade 21 Monate alt, und ihre ratlosen Eltern. Mia war doch immer so fröhlich, so lebhaft ... Jetzt liegt sie vor ihnen auf der Transportliege mit hängendem Mundwinkel und seltsam gekrümmten Fingern.

 

„Das gehört doch da nicht hin! Was ist das da mitten in Mias Kopf?!“

Was Mias Mutter in der Uniklinik auf dem CT-Bild sieht, versetzt ihr einen Schock: Es zeigt eine Zyste und einen 5 x 4 x 5 cm großen Tumor im Kopf des Kindes! Das Leben der Kleinen ist in akuter Gefahr. Die Ärzte müssen schnell handeln, erwägen sogar eine Notoperation. Sofort muss Mia auf die Intensivstation.

 

 

Nur drei Tage nach der Diagnose: Eine Hirn-Operation soll Mia retten.

Die Neuro-Chirurgen operieren Mia sechs lange Stunden. Dabei können die Ärzte den größten Teil des Tumors entfernen. Die Untersuchung im Labor ergibt: Es ist ein Astrozytom, Grad 1, ein eher gutartiger Tumor. Mia hatte wohl Glück im Unglück. Die Familie beginnt aufzuatmen …

 

 

Die Prognose der Ärzte ist günstig: Nach der Entlassung soll Mia erst im Dezember wieder zur Nachkontrolle. Die Familie atmet auf und Mia kann schon wieder lachen. Bereits 10 Tage nach der OP wird die Kleine aus der Klinik entlassen.


 

 

 

 

 

 

Dann am 18. November plötzlich ein dringender Anruf aus der Klinik …

Erneute Labor-Untersuchungen haben gezeigt: Mias Tumor muss neu eingestuft werden. Er ist gefährlicher, er ist bösartiger. Und die MRT bestätigt die schlimmsten Befürchtungen. Trotz OP ist der Tumor wieder so groß wie zuvor! Und wieder bedroht er Mias Leben. „Eine größere Angst als die Angst um das Leben deines Kindes gibt es nicht“, beschreibt Mias Mutter ihr damaliges Empfinden.

 

Die Ärzte entscheiden sich für eine weitere OP. Mias zweite Operation am 8.1.2014 dauert volle neun Stunden. Dann beginnt für die Kleine die Tortur der Chemotherapie.


 

 

 

 

 

 

So schwer waren die 82 Wochen Chemotherapie für Mia und die Familie.

Angst, Zweifel, Sorgen ... und unzählige Fahrten vom Wohnort bei Fehmarn nach Lübeck in die Uniklinik. Die Chemotherapie findet dort anfänglich im wöchentlichen Wechsel statt: mal ambulant, dann wieder stationär über vier Tage. Die Mutter ist in der Klinik immer an Mias Seite. Um Mias drei ältere Geschwister kümmern sich Papa und die Großeltern. Fast zwei Jahre ist die Familie im Ausnahmezustand. Es gibt kein normales Leben mehr für die Familie. Mias Mutter ist jetzt fast nur für Mia da. Ihre Arbeit muss sie aufgeben. Zur seelischen und körperlichen Überforderung kommen die finanziellen Belastungen: Verdienstausfall, Fahrtkosten, Zuzahlungen. Die Kassen erstatten bei weitem nicht alle zusätzlichen Ausgaben. Und da sind ja auch noch Mias drei Geschwister, Saskia, Sebastian und Fabian; sie werden zu „Schattenkindern“, die nun auf so vieles verzichten müssen. Mias Krankheit fordert von den Eltern fast alle Zeit, alle Kraft.


Nach insgesamt fast 2 Jahren sieht es endlich gut aus für Mia.

 

Die Chemotherapie ist eine extreme Belastung für das Kind. Doch Mia ist unglaublich stark. Für sie und ihre ganze Familie war das eine lange schwere Leidenszeit. Am Ende werden es volle 82 (!) Wochen Chemotherapie - bis August 2015. Dann hat die tapfere kleine Mia den Krebs besiegt.

 

Langsam erholt sich die Kleine von den Strapazen der Operationen und der Therapie. Da der Tumor auf dem Sehnerv lag, ist Mias Sehvermögen links noch eingeschränkt. Jetzt kann Mia alles nachholen, was sie in den fast zwei Jahren der schweren Krankheit nie tun konnte: Unbeschwert draußen spielen und lachen.

 

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Lulu’s Kampf gegen die Leukämie

Plötzlich Krebs. Wie viel kann ein Kind ertragen …?
 
Die achtjährige Lulu ist sehr lebhaft und hält ihre Eltern auf Trab. Bis sich eines Tages alles ändert. „Es begann im Herbst 2009,“ berichtete uns Frau H., „statt wie üblich ganze Tage auf ihrem Pony herumzutoben, wurde Lulu mit einem Mal immer schwächer. Zeitweise war sie ganz apathisch und fror ständig. Der Hausarzt behandelte Pfeiffersches Drüsenfieber, aber über Monate besserte sich nichts. Im Juni 2010 dann der Schock: Wenige Tage, bevor wir nach Mallorca in den Urlaub fliegen wollten, kollabierte Lulu unter schweren Krämpfen. Die Untersuchungen in der Kinderklinik bestätigen unsere schlimmsten Befürchtungen. Der Arzt eröffnete uns das Schreckliche: Es tut mir leid, Ihre Tochter hat Leukämie.“
 
All-Leukämie:
Bei der akuten lymphoblastischen Leukämie (kurz ALL) kommt es zu einer fortschreitenden Verminderung der Knochenmarkfunktion. D. h. es werden nicht mehr genügend rote Blutzellen (Erythrozyten) und Blutplättchen (Thrombozyten) gebildet. Äußere Symptome sind u.a. meist allgemeine Schwäche, Neigung zur Blutung und hohe Infektionsanfälligkeit.
 

Beginn der Chemotherapie. Kein guter Start.