Ein Freitag, der Dreizehnte, wird für die kleine Mia zum Schicksalstag

„Das gehört doch da nicht hin! Was ist das da mitten in Mias Kopf?!“

 

Was Mias Mutter in der Uniklinik auf dem CT-Bild sieht, versetzt ihr einen Schock: Es zeigt eine Zyste und einen 5 x 4 x 5 cm großen Tumor im Kopf des Kindes! Das Leben der Kleinen ist in akuter Gefahr. Die Ärzte müssen schnell handeln, erwägen sogar eine Notoperation. Sofort muss Mia auf die Intensivstation.

 

Nur drei Tage nach der Diagnose: Eine Hirn-Operation soll Mia retten.


Die Neuro-Chirurgen operieren Mia sechs lange Stunden. Dabei können die Ärzte den größten Teil des Tumors entfernen. Die Untersuchung im Labor ergibt: Es ist ein Astrozytom, Grad 1, ein eher gutartiger Tumor. Mia hatte wohl Glück im Unglück. Die Familie beginnt aufzuatmen …

 

Die Prognose der Ärzte ist günstig: Nach der Entlassung soll Mia erst im Dezember wieder zur Nachkontrolle. Die Familie atmet auf und Mia kann schon wieder lachen. Bereits 10 Tage nach der OP wird die Kleine aus der Klinik entlassen.


 

 

Dann am 18. November plötzlich ein dringender Anruf aus der Klinik …


Erneute Labor-Untersuchungen haben gezeigt: Mias Tumor muss neu eingestuft werden. Er ist gefährlicher, er ist bösartiger. Und die MRT bestätigt die schlimmsten Befürchtungen. Trotz OP ist der Tumor wieder so groß wie zuvor! Und wieder bedroht er Mias Leben. „Eine größere Angst als die Angst um das Leben deines Kindes gibt es nicht“, beschreibt Mias Mutter ihr damaliges Empfinden.

 

Die Ärzte entscheiden sich für eine weitere OP. Mias zweite Operation am 8.1.2014 dauert volle neun Stunden. Dann beginnt für die Kleine die Tortur der Chemotherapie.


 

 

 

So schwer waren die 82 Wochen Chemotherapie für Mia und die Familie.


Angst, Zweifel, Sorgen ... und unzählige Fahrten vom Wohnort bei Fehmarn nach Lübeck in die Uniklinik. Die Chemotherapie findet dort anfänglich im wöchentlichen Wechsel statt: mal ambulant, dann wieder stationär über vier Tage. Die Mutter ist in der Klinik immer an Mias Seite. Um Mias drei ältere Geschwister kümmern sich Papa und die Großeltern. Fast zwei Jahre ist die Familie im Ausnahmezustand. Es gibt kein normales Leben mehr für die Familie.
Mias Mutter ist jetzt fast nur für Mia da. Ihre Arbeit muss sie aufgeben. Zur seelischen und körperlichen Überforderung kommen die finanziellen Belastungen:
Verdienstausfall, Fahrtkosten, Zuzahlungen. Die Kassen erstatten bei weitem nicht alle zusätzlichen Ausgaben. Und da sind ja auch noch Mias drei Geschwister, Saskia, Sebastian und Fabian; sie werden zu „Schattenkindern“, die nun auf so vieles verzichten müssen. Mias Krankheit fordert von den Eltern fast alle Zeit, alle Kraft.


Nach insgesamt fast 2 Jahren sieht es endlich gut aus für Mia.


Die Chemotherapie ist eine extreme Belastung für das Kind. Doch Mia ist unglaublich stark. Für sie und ihre ganze Familie war das eine lange schwere Leidenszeit. Am Ende werden es volle 82 (!) Wochen Chemotherapie - bis August 2015. Dann hat die tapfere kleine Mia den Krebs besiegt.

 

Langsam erholt sich die Kleine von den Strapazen der Operationen und der Therapie. Da der Tumor auf dem Sehnerv lag, ist Mias Sehvermögen links noch eingeschränkt. Doch sie hat gute Chancen, dass sich das wieder bessert.

Jetzt kann Mia alles nachholen, was sie in den fast zwei Jahren der schweren Krankheit nie tun konnte: Unbeschwert draußen spielen und lachen. Mia heute mit
ihrer Mutter.

 

Bitte stehen Sie mit uns gemeinsam an der Seite krebskranker Kinder.


Kinder, die wie die kleine Mia den Krebs besiegen, verdanken ihr Überleben neuen Therapien aus der Krebsforschung. Diese Forschung zu unterstützen, dafür setzen wir uns mit allen Kräften ein. Wenn Sie uns dabei helfen möchten, freuen wir uns über Ihre Spende.


Madeleine Schickedanz
„Es waren sehr persönliche Gründe, die mich 1990 veranlassten, die Madeleine Schickedanz KinderKrebs-Stiftung ins Leben zu rufen.“

Prof. Karl Welte:
"Leben und Gesundheit unserer Kinder sind die höchsten denkbaren Güter, die es auf jede Art und bei immer währenden Bemühungen zu erhalten und sichern gilt."

Tourvideo DJ Bobo



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