„Ihr Kind hat eine lebensgefährliche Blutkrankheit: Aplastische Anämie.“

In der Uniklink Tübingen diagnostiziert man die seltene Aplastische Anämie, (noch) kein Krebs, aber ebenso lebensbedrohlich. Pembe muss natürlich stationär bleiben. Zum ersten Mal sieht Pembe die Kinder auf der Krebsstation … „Mama, was fehlt mir denn? Werde ich bald auch so aussehen wie all die Kinder hier?“ Pembes Mutter weiß keine Antwort für ihre Tochter.

 

Was ist Aplastische Anämie?

Diese seltene aber gefährliche Blutarmut resultiert aus einer Stammzellenerkrankung mit Fehlfunktion des Knochenmarks:
Es werden u.a. zu wenig rote Blutkörperchen und zu wenige Blutplättchen (Thrombozyten) gebildet. Dadurch ist auch die Immunabwehr massiv eingeschränkt. Die Krankheit stellt eine Krebs-Vorstufe dar und verläuft ohne Behandlung fast immer tödlich.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bluttransfusionen bringen keine Verbesserung für die kleine Pembe.

Im Gegenteil, Pembe geht es immer schlechter. Jetzt kann nur noch eine Knochenmarktransplantation die Rettung bringen. Zuvor muss das Kind aber durch die

Chemotherapie. Bevor die Haare ausfallen, lässt sich Pembe lieber kurz scheren: „Dann hat man es gleich hinter sich“. Überhaupt: Die Kleine kämpft sich unerschrocken durch die Tortur der Therapie: Schüttelfrost, Übelkeit, Fieber, Schmerzen …

 

Spender gesucht! Trefferwahrscheinlichkeit: 1:20000 bis 1: mehrere Millionen.
 

Parallel wird fieberhaft nach einem passenden Knochenmark-Spender gesucht. In der Familie gibt es zu wenig Übereinstimmung bei den relevanten Merkmalen. Endlich ist die Suche erfolgreich … eine passende Spenderin ist gefunden!

 



 

 

In der Klinik freuen sich alle mit Pembe, dass die Spendersuche erfolgreich war.

 

 

 

 

 

 

 

„Mama siehst du, da ist jemand, der will mir das Leben retten!“
 

Unter Wahrung der vorgeschriebenen Anonymität entstand ein rührender Kontakt zwischen Spenderin und Empfängerin: Pembe erhielt aufmunternde Grußbotschaften und dazu kleine Geschenke wie diese Stoff-Biene von ihrer Spenderin.
 

 

 

 

 

 

 

Am 31. März 2016 nehmen die Ärzte die Knochenmarktransplantation vor.


Die OP verläuft gut. Jetzt kommt wieder das Warten: Nimmt Pembes Körper das fremde Gewebe an? Kommt die Produktion von Blutzellen in Gang? Plötzlich neue Sorgen: mit der Transplantation wurde ein Virus übertragen … doch der Infekt kann mit einer Blutspende der Knochenmarkspenderin therapiert werden. Jetzt sieht es gut aus. Pembe darf zum ersten Mal wieder ins Freie, für 1 Stunde. Und dann, am 2. Mai darf sie endlich wieder nachhause, sie hat es geschafft!


Eigentlich ist die Kleine ja am 27.11.2007 in Albstadt-Ebingen geboren, „...Aber jetzt habe ich einen neuen Geburtstag und Geburtsort: 31. März 2016 in Tübingen”, meint Pembe heute, denn da erfolgte die lebensrettende Transplantation.

 

 

 

"Unser Kind wurde uns ein zweites Mal geschenkt. Wir sind allen, die geholfen haben, so dankbar!“
 

Pembe ist ein erstaunliches kleines Mädchen: Alles was die Ärzte sagten, nahm sie eifrig auf und beherzigte es. Keine Stunde im Klinikunterricht versäumte sie. Im September 2016 kam sie in die dritte Klasse, ohne zu wiederholen, obwohl sie drei Monate in der Klinik bleiben musste. „Jetzt will ich Gitarre lernen. Und später werde ich Ärztin!“

Pembe mit ihren Eltern
im Februar 2017.


Bitte stehen Sie mit uns gemeinsam an der Seite krebskranker Kinder.

Kinder, die wie die kleine Pembe den Krebs besiegen, verdanken ihr Überleben neuen Therapien aus der Krebsforschung. Diese Forschung zu unterstützen, dafür setzen wir uns mit allen Kräften ein. Wenn Sie uns dabei helfen möchten, freuen wir uns über Ihre Spende.

 

 

 


Madeleine Schickedanz
„Es waren sehr persönliche Gründe, die mich 1990 veranlassten, die Madeleine Schickedanz KinderKrebs-Stiftung ins Leben zu rufen.“

Prof. Karl Welte:
"Leben und Gesundheit unserer Kinder sind die höchsten denkbaren Güter, die es auf jede Art und bei immer währenden Bemühungen zu erhalten und sichern gilt."

Tourvideo DJ Bobo



Ole's Geschichte