„Bitte alles, bloß keine Leukämie, hoffte ich inständig. Aber es half nichts ..."


Was fehlt Lia (2) bloß? Familie H. ist beunruhigt. Die Kleine war immer so ein aufgewecktes und munteres Kind. Ist es eine Infektion, eine verschleppte Erkältung? Dann kommt Fieber, die Arztbesuche häufen sich, Untersuchungen. Lias Blut wird in verschiedene Labors geschickt. Die Knochenmarkpunktion bringen letztendlich Gewissheit: Die Stoßgebete der Mutter hatten nicht geholfen …

 

Es ist Leukämie. Die kleine Lia ist lebensbedrohlich an Blutkrebs erkrankt. Sofort wird bei den Eltern aus banger Ungewissheit nackte Angst um das Leben ihres Kindes.


Die Ärzte beginnen mit der Chemotherapie − mit den befürchteten Nebenwirkungen,
für ein so zartes Kind wie Lia schlimm genug: Fieber, Erbrechen, geschwollene Augen, Haarausfall. „Weißt du was, jetzt machen wir deine Haare wie bei Papa,“ versuchen
die Eltern zu scherzen und sind doch ganz verzweifelt.

 

Die kleine Lia muss durch die Tortur der Chemotherapie.
 

Noch ist ungewiss, ob Lia nicht doch eine Knochenmark-Transplantation benötigen wird. Doch wird sich dann ein Spender finden? Wie lange würde die Suche dauern? Nach 5 Monaten gibt es ein erstes Aufatmen: Die Chemotherapie schlägt an.

 

 


Die kleine Lia ist von der Chemotherapie gezeichnet.


 

Lia hat „c-ALL“. Was ist das?


Die ALL, die Akute Lymphoblastische Leukämie, ist ein „Blutkrebs“, der Zellen wie z. B. die roten Blutkörperchen und die Blutblättchen sehr schnell verdrängt. Die c-ALL ist eine Untergruppe dieser Leukämie und tritt besonders bei kleinen Kindern auf. Wird die Erkrankung nicht intensiv behandelt, verläuft sie tödlich. Und nur der Fortschritt in der Medizin sorgt dafür, dass wir immer mehr Leben retten können.

 

 

 

 

 

Lia genießt die Pause zwischen den Chemoblöcken.

 


Mai 2016. Jetzt braucht Lia noch einmal ihre ganze Kraft.
 

„Es war der Horror“, erinnern sich Lias Eltern. „Man denkt, man hat das Schwerste hinter sich, und dann wird es erst richtig schlimm!“ Das Cortison und die MTX-Therapie setzen dem kleinen Körper schwer zu. Lia hat Wasser in den Beinen, kann nicht mehr gehen, will kaum noch essen. Sie gibt beinahe auf. Doch diesen letzten und schwersten Chemoblock muss Lia durchstehen.
 

Fortschritte. Rückschläge … eine Zerreißprobe für die Familie.
 

Monate zwischen Hoffnung und Verzweiflung. Da sind die quälenden Ängste, die durchwachten Nächte, das weinende Kind, das man trösten will, auch wenn man selbst ganz mutlos ist. Ist Lia stark genug? Wird die Chemotherapie wirken – oder werden wir sie am Ende doch verlieren? Über endlose Wochen gerät das Leben der Familie aus den Fugen. Bis die Ärzte endlich sagen: Lia ist über den Berg – sie hat es geschafft!

 

Jetzt sieht es gut aus! Lia besiegt am Ende die schwere Krankheit.

Lia darf endgültig wieder nach Hause, kommt nur alle 2 Wochen zur Kontrolle in die Klinik und muss täglich Medikamente einnehmen, die sie aber gut verträgt. Lia ist jetzt 3 1/2 Jahre alt. Ein fröhliches Kind, das sein Leben dem Fortschritt in der Forschung verdankt.




 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Endlich wieder gesund! Lia ist zurück im Leben!

Lia und Leonie dürfen ab Sommer in den Kindergarten. Noch bis Ende 2017 muss Lia Medikamente nehmen. Danach erinnert nichts mehr an den Krebs − und Lia wird die schwere Zeit bald vergessen haben.

 

 

Lia (rechts) mit ihrer kleinen Schwester Leonie (Februar 2017).

 

Bitte stehen Sie mit uns gemeinsam an der Seite krebskranker Kinder.

Kinder, die wie die kleine Lia den Krebs besiegen, verdanken ihr Überleben neuen Therapien aus der Krebsforschung. Diese Forschung zu unterstützen, dafür setzen wir uns mit allen Kräften ein. Wenn Sie uns dabei helfen möchten, freuen wir uns über Ihre Spende.

 



„Es ist Lymphdrüsenkrebs. Michl’s Überlebenschancen stehen nur bei 20 %.“

6. bis 15. Mai 2012: Im Zeitraum von nur zehn Tagen müssen die Eltern des kleinen Michl einen Schock nach dem anderen verkraften. Und am Ende dann die schreckliche Prognose: Der 10-jährige Michl ist todkrank.


Michl’s Bauchraum ist voller Tumore. Er muss sofort operiert werden.


Die Ärzte entfernen 10 cm Darm mit einer großen Geschwulst, die anderen Tumore sind nicht operabel. Michls Zustand verschlechtert sich dramatisch. Er liegt auf der Intensivstation im künstlichen Koma, wird dann mit dem Rettungshubschrauber in die Uni-Klinik Erlangen geflogen.

 

Non-Hodgkin-Burkitt-Lymphom: 
Diese seltene Form von Lymphdrüsenkrebs gehört zu den am schnellsten wachsenden Tumoren. Bei Michl war der gesamte Bauchraum befallen.


 

Der Wettlauf gegen den schnell wachsenden Krebs beginnt.
 

Viel Zeit bleibt nicht: Der Krebs kam praktisch über Nacht – und er wächst rasend schnell. Können die Ärzte Michl helfen? Von Mitte Mai bis Ende August 2012 dauert die Chemotherapie.

 

 

 

Michl verträgt nicht alle Medikamente. Er hat Schmerzen. Die Mundschleimhaut löst sich ab. Essen und trinken sind kaum noch möglich. Aber Michl gibt nicht auf – und die Therapie wirkt. Schon Ende August sieht es besser aus. Jetzt kann Michl den Kampf gewinnen.



 

 

 

 

Familie in Not: Zur Angst um Michl kommen existenzielle Geldsorgen.
 

Hubschraubertransport: 5.133 €
10 Tage Intensivstation: 29.000 €


Von Michls Behandlungskosten muss die Familie 20 % selbst bezahlen. In der Zeit größter Sorgen um Michl kamen Rechnungen über gewaltige Summen, die ohne die Hilfe von Freunden für die Familie das Aus bedeutet hätten. Leider ist das kein Einzelfall …
 

Michls Mutter sagt rückblickend:
Wir mussten Schlimmes durchmachen. Da war die Angst um Michl. Über Monate Tag für Tag ins Krankenhaus fahren, trösten, Tränen unterdrücken … Und Michls großer Bruder war ja erst 14. Auch er brauchte seine Eltern. Ich gab meine Arbeit auf, um mehr Zeit zu haben. Dann die Geldsorgen. Aber wir haben unseren Michl gesund zurück. Dafür bin ich unendlich dankbar.“


 

Auch in der Klinik ist die Familie Tag und Nacht bei Michl.

Mutter und Vater wechselten sich an seinem Bett ab und trösteten, wenn Schmerzen und Ängste groß waren. Michls Schulfreunde schickten aufmunternde Briefe und Bilder ins Krankenhaus. In der Klinik hatte Michl Schulunterricht – und als er entlassen wurde, unterrichtete ihn seine Klassenlehrerin zeitweise zu Hause. Viele starke Helfer standen Michl zur Seite.
 

Nach nur einem Jahr ist Michl wieder zurück im Leben.
 

Michls Krebs wurde gerade noch rechtzeitig entdeckt, und die Ärzte hatten die richtige, wirkungsvolle Therapie für ihn. Heute ist Michl tumorfrei. Alle zwei Wochen geht er zur Kontrolluntersuchung.


 

 

 

 

Bitte stehen Sie mit uns gemeinsam an der Seite krebskranker Kinder. 
Kinder, die den Krebs besiegen, verdanken ihr Überleben neuen Therapien aus der Krebsforschung. Diese Forschung zu unterstützen, dafür setzen wir uns mit allen Kräften ein. Wenn Sie uns dabei helfen möchten, freuen wir uns über ihre Spende.



Hohes Fieber, immer wieder Infektionen, was fehlt der kleinen Zoé (6) nur …?

Anfang 2008: Zoé ist krank. Die Sechsjährige hat immer wieder hohes Fieber, oft schwere Infektionen, Herpes am Auge... Der Kinderarzt vermutet „psychosomatische Ursachen“. Doch als Zoés Fieber dann bei 40° liegt, wird sie als Notfall in die Medizinische Hochschule Hannover überwiesen.

 

 

Die Diagnose kommt für die Familie wie ein Blitz aus heiterem Himmel: Zoé ist schwer krank, sie hat akute lymphatische Leukämie, also Blutkrebs. Weit fortgeschritten. Zoés Mutter erzählt: „Die Blutwerte waren katastrophal. Als der Krebs entdeckt wurde, war Zoé sozusagen fast tot.“ Die Ärzte müssen sofort handeln, um das Leben des Kindes zu retten.

 

 

Die Ärzte beginnen mit der Chemotherapie. Dann bricht Zoé zusammen.

 

Die Chemotherapie beginnt sofort. Vielleicht kann sie das Kind noch retten. Doch Zoé hat schon fast keine Kraft mehr. Das Kind hat Erstickungsanfälle, durchleidet Todesängste. Dann bricht ihr Kreislauf zusammen. Das kleine Herz versagt und bleibt stehen. Die Ärzte starten sofort die Wiederbelebungsmaßnahmen, vor den Augen der Mutter. Sie schaffen es, sie holen Zoé zurück.

 

Intensivstation. Die kleine Zoé kämpft um ihr Leben.

Zurück auf Station wird die Chemotherapie fortgesetzt. Aber die Nebenwirkungen sind massiv: Hohes Fieber, schmerzhafte Herpes. Der schwache Körper braucht lange Pausen zwischen den Chemoblöcken.

 

Der Krebs scheint besiegt. Die Chemotherapie ist überstanden und war erfolgreich.

 

November 2008: Nach neun schrecklichen Monaten der Angst und der Schmerzen ist der Krebs verschwunden. Endlich kann der Port, der Zugang für die Infusionen, wieder entfernt werden.

 

 

 

An Neujahr 2011 der erneute Schock: Nach zwei Jahren ist der Krebs zurück.
 

Zoé ist jetzt neun. Zwei Jahre ging alles gut. Dann, nach einem unbeschwerten Ski-Urlaub, zeigen sich erste Auffälligkeiten; und die Ärzte in der MHH bestätigen: Es ist ein Rückfall. Zoé muss wieder in die Klinik.

 

Alles beginnt von vorn – und alles ist noch schlimmer: Denn Zoé ist kein kleines Kind mehr, sie nimmt jetzt alles in seiner Tragweite sehr bewusst wahr. Und fragt sich: Wird der Krebs jemals aufhören, wiederzukommen?

 

August 2011 endet die Chemotherapie. Hat Zoé es endlich geschafft?
 

Bei der Rückenmarkspunktion werden keine Krebszellen mehr gefunden. Nach der Chemotherapie erhält Zoé noch Bestrahlungen. Und: sie darf endlich wieder nach Hause!

 

 

 

 

Zoé wird die Angst vor einem erneuten Rückfall zunächst nicht los. Sie braucht psychotherapeutische Hilfe, damit auch Ihre Seele wieder ganz gesund wird. „Mit der Chemo ist längst nicht alles vorbei. Zoé leidet immer noch unter den seelischen Strapazen der Krebserkrankung. Dass sie alles überstanden hat, ist das Wichtigste – aber wir werden noch lange brauchen, um in ein normales Leben zurückzufinden,“ sagt Zoés Mutter.

 

 


Zoé im Juni 2016

 

Lesen Sie, wie Zoé heute über die Therapiezeit denkt:


Man kann den Krebs besiegen, aber ihn vergessen …?

Ich glaube, das dauert Jahre ... Deshalb ist es ja auch so wichtig,

dass krebskranke Kinder und Jugendliche

gezielte seelische Betreuung erhalten,

die ihnen hilft, mit der Krankheit umzugehen.

Weil es doch mehr mit einem macht ...

Denn das Ende der Therapie ist erst der Anfang von all dem,

was man innerlich verarbeiten muss. Beim Rezidiv (Rückfall)

war ich knapp 10 Jahre alt – alles ging von vorne los.

Nur habe ich alles noch bewusster wahrgenommen.

Was es heißt, wenn es um Leben und Tod geht –

für mich, für die anderen Kinder auf Station und für ihre Familien.

Und wie unendlich viel Kraft man braucht...
 

 

Bitte stehen Sie mit uns gemeinsam an der Seite krebskranker Kinder.

Kinder, die wie Zoé nach jahrelangem Kampf den Krebs besiegen, verdanken ihr Überleben neuen Therapien aus der Krebsforschung. Diese Forschung zu unterstützen, dafür setzen wir uns mit allen Kräften ein. Körper und Seele gehören zusammen. Deshalb fördern wir auch Forschungsprojekte (z. B. an den Unikliniken Kiel und Münster) zur besseren psychologischen Betreuung der Kinder.

 

Wenn Sie uns dabei helfen möchten, freuen wir uns über Ihre Spende.

 



„Es ist Leukämie. Ihr Kind ist todkrank.“

Es ist Anfang Mai. Eigentlich wollte die Familie in Urlaub gehen, der Flieger nach Mallorca war längst gebucht. Die kleine Anna‐Maria knapp 2 Jahre alt) ist seit Monaten nicht so richtig gesund – oft müde, zuweilen lethargisch. Eisenmangel wird vermutet. Unmittelbar vor Abreise aber bekommt sie plötzlich Fieber.
 
Die Blutuntersuchung ergibt einen Verdacht – der sich bei weiteren Untersuchungen leider bestätigt. Das Kind hat Leukämie (AML). Die Ärzte kennen 7 verschiedene Untergruppen. Hier liegt eine schwere Unterform vor, bei der eine Blutstammzelltransplantation notwendig ist.
 
Die Diagnose ist niederschmetternd.
 
Gerade mal 21 Monate ist Anna‐Maria alt, fast ein Baby also noch, als die entsetzten Eltern diese Diagnose hören müssen. Und dieser Schock aus heiterem Himmel ist erst der Anfang.
 
 
 

Die Isolation: Anna‐Maria muss in Quarantäne.
 
Es folgt die Qual, wenn man zusehen muss, wie die zarte Kleine immer weniger wird. Die eigene Hilflosigkeit, wenn man das verstörte Kind im Quarantänezelt sieht.
Erst recht dann das Hoffen und Bangen: Findet sich ein Spender für die lebensrettende Knochenmarkspende? Denn nur durch eine  Knochenmarkspende ist das Leben Anna‐Marias zu retten. Jedenfalls muss sofort mit der Chemotherapie begonnen werden.


Drei besonders hochdosierte Chemotherapien bleiben nicht ohne Nebenwirkungen: Die Schleimhäute im Mund und im Darm werden zerstört. Fingernägel und Haare fallen aus. Anna‐Maria hat Schmerzen und ihr Immunsystem hat keine Kraft mehr. Jede kleine Infektion ist lebensgefährlich. Das Kind muss ins Quarantänezelt. Mama und Papa dürfen sie nicht mehr berühren oder umarmen. Nur die treue Puppe Susi bleibt immer an Anna‐Marias Seite.

Endlich! Ein Knochenmarkspender ist gefunden.
 
Zwei Tage vor Anna‐Marias zweitem Geburtstag kommt die erlösende Nachricht: ein passender Spender für Anna‐Maria ist gefunden! Es ist höchste Zeit. Das Kind ist am Ende seiner Kraft. Jetzt kann die lebensrettende Transplantation vorbereitet und neun Wochen später durchgeführt werden.
 
Bereits zwölf Tage danach zeigt sich: das gespendete Knochenmark wächst an.
 
Anna‐Marias Mutter über die schlimme Zeit: „Es war für die ganze Familie die Hölle. Sie müssen einer weinenden Zweijährigen erklären, warum sie Schmerzen erdulden muss, warum ihr das Essen jetzt so weh tut, warum ihr Fingernägel und Haare ausfallen. Sie stehen vor dem Quarantänezelt und können Ihr eigenes Kind nicht in den Arm nehmen und trösten.“
 
Anna‐Maria wird ein zweites Leben geschenkt.

Fast 8 Monate kämpfte Anna‐Maria um ihr Leben, und der Ausgang war über eine quälend lange Zeit ungewiss. Und doch hat sie dabei das Lachen nie verlernt. Ihre Familie war für sie da, wenn auch lange Zeit durch Glasscheiben von ihr getrennt.

Ärzte und Schwestern wurden für die Kleine zu guten Freunden. Liebe, Zusammenhalt, Ermutigung und neueste medizinische Therapien können so etwas wie Wunder bewirken. Ein Wunder wie Anna‐Marias Heilung.
 
15 Jahre alt ist Anna‐Maria heute. Medikamente braucht sie keine, und sie muss nur noch ein Mal im Jahr zur Kontrolle. In der Schule ist Klassenbeste – und will später Medizin studieren.
Anna‐Maria heute, hier mit ihrer Mutter und Prof. Dr. Langer, Uniklinik Erlangen.  
 
Bitte stehen Sie mit uns gemeinsam an der Seite krebskranker Kinder. Kinder, die den Krebs besiegen, verdanken ihr Überleben neuen Therapien aus der
Krebsforschung. Diese Forschung zu unterstützen, dafür setzen wir uns mit allen Kräften ein. Wenn Sie uns dabei helfen möchten, freuen wir uns über ihre Spende.


"Mama, was ist das da in meinem Bauch ...?"

Schon länger hatte Lina so dunkle Flecken auf der Haut: Anzeichen für Neurofibromatose Typ 1, einer Erbkrankheit, die auch ein Warnzeichen für ein erhöhtes Krebsrisiko darstellt. Dezember 2014. Plötzlich schwillt Linas Bauch an. Die Mutter geht mit der 3 1/2jährigen von Arzt zu Arzt. Eine klare Diagnose gibt es zunächst nicht.

 

Erst jetzt in der Uni-Klinik in Tübingen erhält die besorgte Familie Gewissheit ...

 

"Krebs! Darauf waren wir nicht gefasst."

Es ist ein Rhabdomyosarkom, ein seltener, bösartiger Weichteiltumor. Er verursacht häufig lange Zeit keine Beschwerden, wächst jedoch oft sehr, sehr schnell und kann unbehandelt innerhalb weniger Wochen oder Monate zum Tod führen.

 

"Mama, wein‘ doch nicht, das wird wieder gut,“ tröstet Lina ihre verzweifelte Mutter. Die Ärzte beginnen sofort mit der Chemotherapie.

 

 

 

 

Acht volle Stunden wird Lina operiert. Die Chirurgen bieten ihr ganzes Können auf.


Nach etwa drei Monaten Chemotherapie kann Lina endlich operiert werden. In chirurgischer Feinarbeit muss der Tumor, der in Linas gesamtem Bauchraum wuchert, entfernt werden. Kein Krebsgewebe darf zurückbleiben, kein Organ verletzt werden. Es ist eine Herausforderung.für die Ärzte.

 

„Eine ganze Woche lang hat uns Lina nicht angesehen, so beleidigt war sie.“
 

Solange Lina nach der OP auf der Intensivstation liegt, dürfen die Eltern nicht bei ihr übernachten. Das nimmt Lina ihnen übel: „Für sie sah es so aus, als hätten wir sie im Stich gelassen,“ erklärt die Mutter. Danach verweigert sie für einige Tage jeden Kontakt, sieht Vater und Mutter nicht mehr an, spricht kein Wort.

 

Lina hat ihren eigenen Kopf, versucht immer, ihren Willen durchzusetzen - und genau das hilft ihr auch im Kampf gegen den Krebs.

 


Aufgeben? Kommt nicht in Frage. Nicht, wenn man Linas starken Willen hat!

 

Lina war als Frühchen zur Welt gekommen. Auch damals musste sie um ihr Leben kämpfen. Und auch jetzt gibt sie nicht auf – gegen einen anfangs übermächtig scheinenden Gegner.

 

Ihre Entschlossenheit und das Wissen der Ärzte sind Linas entscheidenden „Waffen“ im Kampf gegen den Krebs.

 

 

 

Sommer 2017: Lina ist jetzt 6 Jahre – und kaum zu bremsen!


Die Krankheit hat Spuren hinterlassen, und regelmäßige Kontrollen bleiben für Lina ein Muss. Doch die Kleine geht das Leben voller Energie an: Sie hat viele Freunde im Kindergarten, lernt Rad fahren und tobt mit Hund Mailo und Katze Balu.

Linas Mutter denkt oft zurück an die Zeit großer Angst. „Die Diagnose war für uns alle ein Schock. Und dann die endlosen Wochen der Angst...."

 

"Wir haben bewusst mit allen darüber gesprochen, sonst wären wir an dieser Angst erstickt, " so die Mutter weiter. "Heute weiß ich, dass wir großartige Ärzte hatten, die mit den neuesten Erkenntnissen aus der Forschung um Lina kämpften. Ich bin so dankbar – auch all den Menschen, die die Kinderkrebsforschung unterstützen und voranbringen!“

 

Bitte stehen Sie mit uns gemeinsam an der Seite krebskranker Kinder.

Kinder, die wie die kleine Lina gegen den Krebs kämpfen, sind auf innovative Therapien aus der Krebsforschung dringend angewiesen. Diese Forschung zu unterstützen, dafür setzen wir uns mit allen Kräften ein. Wenn Sie uns dabei helfen möchten, freuen wir uns über Ihre Spende.



„Mama, werde ich auch bald so aussehen wie die Kinder auf der Krebsstation?"

 Im Januar 2016 entdecken die Eltern der kleinen Pembe etwas Auffälliges: die Kleine hat immer mehr blaue Flecken – hervorgerufen schon durch kleinste Berührungen. Der Arzt findet Blutbläschen in der Haut und alarmierende Blutwerte …

„Ihr Kind hat eine lebensgefährliche Blutkrankheit: Aplastische Anämie.“

In der Uniklink Tübingen diagnostiziert man die seltene Aplastische Anämie, (noch) kein Krebs, aber ebenso lebensbedrohlich. Pembe muss natürlich stationär bleiben. Zum ersten Mal sieht Pembe die Kinder auf der Krebsstation … „Mama, was fehlt mir denn? Werde ich bald auch so aussehen wie all die Kinder hier?“ Pembes Mutter weiß keine Antwort für ihre Tochter.

Was ist Aplastische Anämie?

Diese seltene aber gefährliche Blutarmut resultiert aus einer Stammzellenerkrankung mit Fehlfunktion des Knochenmarks:
Es werden u.a. zu wenig rote Blutkörperchen und zu wenige Blutplättchen (Thrombozyten) gebildet. Dadurch ist auch die Immunabwehr massiv eingeschränkt. Die Krankheit stellt eine Krebs-Vorstufe dar und verläuft ohne Behandlung fast immer tödlich.

 

 

 

 

 

 

 

Bluttransfusionen bringen keine Verbesserung für die kleine Pembe.

Im Gegenteil, Pembe geht es immer schlechter. Jetzt kann nur noch eine Knochenmarktransplantation die Rettung bringen. Zuvor muss das Kind aber durch die

Chemotherapie. Bevor die Haare ausfallen, lässt sich Pembe lieber kurz scheren: „Dann hat man es gleich hinter sich“. Überhaupt: Die Kleine kämpft sich unerschrocken durch die Tortur der Therapie: Schüttelfrost, Übelkeit, Fieber, Schmerzen …

 

Spender gesucht! Trefferwahrscheinlichkeit: 1:20000 bis 1: mehrere Millionen.
 

Parallel wird fieberhaft nach einem passenden Knochenmark-Spender gesucht. In der Familie gibt es zu wenig Übereinstimmung bei den relevanten Merkmalen. Endlich ist die Suche erfolgreich … eine passende Spenderin ist gefunden!

 



 

In der Klinik freuen sich alle mit Pembe, dass die Spendersuche erfolgreich war.

 

 

 

 

 

„Mama siehst du, da ist jemand, der will mir das Leben retten!“
 

Unter Wahrung der vorgeschriebenen Anonymität entstand ein rührender Kontakt zwischen Spenderin und Empfängerin: Pembe erhielt aufmunternde Grußbotschaften und dazu kleine Geschenke wie diese Stoff-Biene von ihrer Spenderin.
 

 

 

 

 

 

Am 31. März 2016 nehmen die Ärzte die Knochenmarktransplantation vor.


Die OP verläuft gut. Jetzt kommt wieder das Warten: Nimmt Pembes Körper das fremde Gewebe an? Kommt die Produktion von Blutzellen in Gang? Plötzlich neue Sorgen: mit der Transplantation wurde ein Virus übertragen … doch der Infekt kann mit einer Blutspende der Knochenmarkspenderin therapiert werden. Jetzt sieht es gut aus. Pembe darf zum ersten Mal wieder ins Freie, für 1 Stunde. Und dann, am 2. Mai darf sie endlich wieder nachhause, sie hat es geschafft!


Eigentlich ist die Kleine ja am 27.11.2007 in Albstadt-Ebingen geboren, „...Aber jetzt habe ich einen neuen Geburtstag und Geburtsort: 31. März 2016 in Tübingen”, meint Pembe heute, denn da erfolgte die lebensrettende Transplantation.

 

 

"Unser Kind wurde uns ein zweites Mal geschenkt. Wir sind allen, die geholfen haben, so dankbar!“
 

Pembe ist ein erstaunliches kleines Mädchen: Alles was die Ärzte sagten, nahm sie eifrig auf und beherzigte es. Keine Stunde im Klinikunterricht versäumte sie. Im September 2016 kam sie in die dritte Klasse, ohne zu wiederholen, obwohl sie drei Monate in der Klinik bleiben musste. „Jetzt will ich Gitarre lernen. Und später werde ich Ärztin!“

Pembe mit ihren Eltern
im Februar 2017.


Bitte stehen Sie mit uns gemeinsam an der Seite krebskranker Kinder.

Kinder, die wie die kleine Pembe den Krebs besiegen, verdanken ihr Überleben neuen Therapien aus der Krebsforschung. Diese Forschung zu unterstützen, dafür setzen wir uns mit allen Kräften ein. Wenn Sie uns dabei helfen möchten, freuen wir uns über Ihre Spende.

 

 

 



“Mama, was ist denn das für eine Beule an meinem Po ...?“

Plötzlich war sie da: die große Beule an Majas Gesäß. Nach der Ultraschall-Untersuchung schickt der Kinderarzt das Kind sofort nach Tübingen in die Uni-Klinik. Nein, es ist keine Schwellung, die z. B. von einem Stoß beim Spielen herrührt. Die Diagnose ist ein Schock …

 

 

 

 

„Es ist ein Rhabdomyosarkom, ein bösartiger Tumor.“

Dieser Krebs bildet sich meist im Muskel-, Fett- oder Bindegewebe. Er verursacht meist keine Beschwerden, wächst jedoch oft sehr, sehr schnell und kann unbehandelt innerhalb weniger Wochen oder Monate zum Tod führen. Majas Eltern sind vor Schock wie gelähmt. Die Ärzte müssen jetzt sehr schnell handeln. Zum Glück liegt der Tumor dicht unter der Haut, ist also gut erreichbar – und noch wichtiger: er hat noch keine Metastasen gestreut. Maja kommt auf die Kinderkrebsstation der Uni-Klinik Tübingen.

 

 

 

April 2016: Für Maja beginnt die Tortur der Chemotherapie.

 

Chemotherapie: Das bedeutet ständige Übelkeit. Erbrechen. Wunde Schleimhäute. Haarausfall … und für die Eltern immer diese quälende Angst: Reicht das Wissen der Ärzte, um Maja zu retten? Hilft die Chemo – oder ist am Ende alles vergebens? Die Kleine kämpft mit aller Kraft.

 

Juli 2016: OP! Die Ärzte versuchen, den Tumor zu entfernen.

Nach dem vierten Block Chemotherapie ist Majas Tumor deutlich kleiner geworden. Der Plan der Ärzte ist aufgegangen. Jetzt kann der Tumor operativ entfernt werden, ohne dass zu viel gesundes Gewebe geschädigt würde. Im Juli, acht Tage vor ihrem fünften Geburtstag, wird Maja operiert.

 

Die OP war erfolgreich. Aber der Krebs ist noch nicht endgültig besiegt.

 

Alle atmen auf: die Operation war erfolgreich. Doch die Therapie geht auch nach der Operation für Maja weiter. Nach neuesten Forschungserkenntnissen muss Maja mindestens neun Blöcke Chemo durchstehen, erst dann kann der Krebs endgültig besiegt sein. Aber das Schlimmste hat die tapfere Maja überstanden!

 

 

 

Maja wird es schaffen. Und sie freut sich jetzt schon auf den Kindergarten!

 

Maja ist eine starke Persönlichkeit und immer voller Tatendrang. Mit den Kindergarten-Freunden spielen, tanzen, turnen und mit Papa Rad fahren … Maja hat schon große Pläne und kann es kaum erwarten, bis ihre Therapie in wenigen Monaten abgeschlossen sein wird.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bitte stehen Sie mit uns gemeinsam an der Seite krebskranker Kinder.

Kinder, die wie die kleine Maja den Krebs besiegen, verdanken ihr Überleben neuen Therapien aus der Krebsforschung. Diese Forschung zu unterstützen, dafür setzen wir uns mit allen Kräften ein. Wenn Sie uns dabei helfen möchten, freuen wir uns über Ihre Spende.

 



„Mama, ich hab so Halsweh …!“

29. März 2016, ein Tag nach Ostern: Ganz plötzlich spürt der achtjährige Finley einen Kloß im Hals, er röchelt und ist heiser.

Der Junge muss sich erkältet haben, denkt die Mutter. Doch der Arzt reagiert alarmiert: „Er muss sofort ins Krankenhaus.“ Von dort schickt man das Kind auch gleich in die Uniklinik nach Lübeck. Tagelang Untersuchungen; das Knochenmark wird punktiert. Die Diagnose ist ein Schock für die Familie …

 

„Ein Tumor wuchert im Hals Ihres Kindes und nimmt ihm die Luft...“

In Finleys Rachen wuchert ein Tumor, ein Burkitt-Lymphom. Und es bleibt keine Zeit: der Krebs wächst rasend schnell. Schon Mitte April wird Finley operiert, gleich danach beginnt die Chemotherapie. Die Therapie wird für den Jungen zur Qual.

 

Vier Blöcke Chemotherapie sind geplant: Für jeden Block muss der Junge neun Tage ins Krankenhaus. Danach hat darf er rund zwei Wochen wieder nach Hause, muss aber auch jetzt alle drei Tage zur Kontrolle in die Klinik.

 

 

 

 

Die Nebenwirkungen der Chemotherapie sind massiv.

Finley kann nicht mehr schlafen, er erbricht ständig, hat immer wieder Durchfall, der ihn zusätzlich schwächt. Seine Knochen schmerzen. Rund ein halbes Jahr muss er im Rollstuhl sitzen. Alle klammern sich an die Hoffnung, dass die schlimme Zeit bald überstanden ist.

 

Dann der Rückschlag: eine zweite OP ist nötig!

Die Schocknachricht kommt im September:Das MRT zeigt auffällige Veränderungen. Die Ärzte brauchen Gewissheit. Nochmals muss Finley operiert werden. Finleys Mutter ist verzweifelt. Hatte man zu ihr nicht von richtig guten Heilungschancen gesprochen? Und nun schwebt ihr Junge wieder in Lebensgefahr …

 

Das Schlimmste ist das bange Warten auf den Befund. Bei der OP werden Finley beide Mandeln und Gewebeproben entnommen – und dann endlich gibt das Labor-Ergebnis Entwarnung: Keine Krebszellen mehr. Das MRT zeigte nur Vernarbungen, die sich nach der ersten OP gebildet hatten. Der Junge hat es geschafft.

 

 

 

 

Schritt für Schritt ins normale Leben.

„Endlich darf ich ohne Angst vor Ansteckungen wieder Eis aus der Eisdiele essen“, freut sich Finley und findet es nicht so schlimm, dass er oft noch sehr müde ist. Das wird schon wieder! Zurzeit spielt er Schach, später will er Handball spielen – und weil er auch während der Krankheit unterrichtet wurde, hat er sogar die Rückkehr in seine alte Klasse geschafft.
 

Finley wird mit guten Perspektiven nach Hause entlassen.

Er muss nur alle sechs Wochen ambulant zur Kontrolle und alle drei Monate zur MRT. Moderne Therapien haben Finleys bösartigen Tumor besiegt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bitte stehen Sie mit uns gemeinsam an der Seite krebskranker Kinder.

Kinder, die wie Finley den Krebs besiegen, verdanken ihr Überleben neuen Therapien aus der Krebsforschung. Diese Forschung zu unterstützen, dafür setzen wir uns mit allen Kräften ein. Wenn Sie uns dabei helfen möchten, freuen wir uns über Ihre Spende.