Die Punktion bringt Gewissheit: Christian hat Krebs.

Die Ärzte starten sofort die Chemo-Therapie. Die Intensivphase der Chemotherapiezieht sich über sieben Monate. Anfangs ist Christian immer für fünf Tage auf Station, danach darf er für neun Tage nach Hause. Die Belastung für den Kleinen – körperlich und seelisch - ist immens. Die Eltern leiden mit ihm. Zudem müssen sie den Familienalltag komplett neu organisieren.

 

 

"Das größte Glück - die größten Sorgen: wir hatten alles auf einmal!"

 

Als sich wenig später die Geburt der Zwillinge ankündigt, lässt die Mutter sich in Tübingen einweisen, um bei Christian bleiben zu können. Welch ein Wechselbad der Gefühle für die ganze Familie. „Das größte Glück – die größten Sorgen: wir hatten alles auf einmal!“

 

 

 

 

„Es tut so weh, dein Kind so isoliert zu sehen.“

 

Die Eltern sind in Sorge, wie der erst Zweijährige die Chemotherapie wohl verkraften wird. Doch der Junge verträgt die Behandlung überraschend gut. Nur ein Mal kommt es zu einer Infektion. Auch zu Hause achten die Eltern auf eine möglichst keimfreie Umgebung, denn durch die Therapie ist Christans Immunsystem stark geschwächt.

 

 

 

 

 

Und immer wieder Untersuchungen ...

 

Christian bleibt „cool“: Unaufgeregt lässt er die vielen Untersuchungen über sich ergehen. Und er ist ein Kämpfer: Alles, was er erdulden muss, lässt er sich zuerst am geliebten Kuschel-Schaf „Mäh“ genau zeigen. Dann beißt er die Zähne zusammen. Und fädelt tapfer eine Mut-Perle nach der anderen auf seine Kette.

Punktion, Transfusion, Chemo-Block … bei jedem Behandlungsschritt wächst Christians „Mutperlenkette“ um eine weitere Perle – und zeigt dem Jungen anschaulich, was er schon alles gemeistert hat.

 

Fest hat die Familie zusammengehalten und einander den Rücken gestärkt. Nach langen, schweren Monaten haben sie es endlich geschafft. Heute sieht es gut für Christian aus, das zeigen die Kontrollen. Jetzt freut er sich auf den Kindergarten.

 

Christians Mutter wirft einen Blick zurück:

 

„Wir waren voller Vorfreude auf die Geburt der Zwillinge. Als die Ärzte uns dann Christians Diagnose Leukämie mitteilten, brach für uns die Welt zusammen. Und doch mussten wir stark bleiben: für unseren Christian und für die noch ungeborenen Zwillinge. Ich weiß noch, manchmal fühlte es sich an, als würde ich in zwei völlig verschiedenen Filmen gleichzeitig die Hauptrolle spielen. Heute bin ich vor allem eines: aus tiefstem Herzen dankbar. Ich danke den Ärzten, Pflegern, allen in der Familie und allen Freunden, die uns beigestanden haben. Wir können wieder nach vorne schauen. Sie alle haben dazu beigetragen.“

 

Bitte stehen Sie mit uns gemeinsam an der Seite krebskranker Kinder.

 

Kinder, die wie der kleine Christian den Krebs besiegen, verdanken ihr Überleben neuen Therapien aus der Krebsforschung. Diese Forschung zu unterstützen, dafür setzen wir uns mit allen Kräften ein. Wenn Sie uns dabei helfen möchten, freuen wir uns über Ihre Spende.


Madeleine Schickedanz
„Es waren sehr persönliche Gründe, die mich 1990 veranlassten, die Madeleine Schickedanz KinderKrebs-Stiftung ins Leben zu rufen.“

Prof. Karl Welte:
"Leben und Gesundheit unserer Kinder sind die höchsten denkbaren Güter, die es auf jede Art und bei immer währenden Bemühungen zu erhalten und sichern gilt."

Tourvideo DJ Bobo



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