"Ich lass' mich nicht unterkriegen!" Pias schwerer Kampf gegen Leukämie.

Der Albtraum beginnt im November 2018. Mit 40 Grad Fieber und Verdacht auf eine Blutvergiftung kommt die kleine Pia (5) ins Krankenhaus. Doch die endgültige Diagnose ist noch schrecklicher: Leukämie.

Lethargisch und geschwächt muss das Kind zuerst stabilisiert werden, bevor die Chemotherapie gegen den Krebs beginnen kann. Rote und weiße Blutkörperchen werden gegeben. Es dauert eine gute Woche, bis die Ärzte die eigentliche Therapie starten können.

 

 

Chemotherapie. Die Tortur, die kein Ende nehmen will.

Wie verloren fühlt man sich als Fünfjährige in Quarantäne?

Im Zuge der Chemotherapie wird Pias Immunsystem heruntergefahren, damit die Krebsszellen zerstört werden können. Jetzt ist das Infektionsrisiko immens. Die Eltern tun alles, um die Ansteckungsgefahr gering zu halten: Pias Katzen dürfen nicht mehr ins Haus, der Vater wechselt die Arbeitskleidung vor der Eingangstür. Einzig die kleine Schwester Lea (2) bleibt Pia als Spielgefährtin; solange sie mit fremden Kindern keinen Kontakt hat. Und trotzdem passiert es: Eine schwere Infektion bringt Pia für drei Wochen in Quarantäne in der Klinik.Pia mit Mundschutz

Die massive Medikation setzt Pia schwer zu. Das Kortison, das Pia gegen Autoimmunreaktionen erhält, macht sie launisch und gereizt. Die Familie tut sich schwer, damit umzugehen.

Am schlimmsten für das Kind sind Nekrosen in den Wirbeln. Die Knochenmasse dort bildet sich zurück, das verursacht Schmerzen in den Sehnen, Muskeln und Bändern. Ohne starke Schmerzmittel geht es nicht ... Oft muss Pia getragen werden oder auf Krücken gehen. 

Endlich kann die Familie aufatmen...

Ausfahrt mit Kutsche und MundschutzPia ist eine Kämpfernatur. Fest hat sie sich vorgenommen, wieder ganz gesund zu werden. Im Kindergarten warten schließlich ihre Freunde auf sie. Und zuhause die kleine Lea. Und die Katzen, und zwei Ponys. Pia wird es schaffen, sagen die Ärzte endlich. Im Juni 2019 wurde der letzte Chemoblock abgeschlossen. Danach folgt eine 18-monatige Tablettentherapie. Und regelmäßige Kontrollen in der Klinik natürlich.

Pia darf sich jetzt auf den Kindergarten freuen. Einmal mehr war es der Fortschritt der Krebstherapie, der ein Kinderleben gerettet hat.

 

Kinder, die wie kleine Pia den Krebs besiegen, verdanken ihr Überleben neuen Therapien aus der Krebsforschung. Diese Forschung zu unterstützen, dafür setzen wir uns mit allen Kräften ein. Wenn Sie uns dabei helfen möchten, freuen wir uns über Ihre Spende.