„An Pauls Niere ist etwas Großes.“ sagte die Ärztin.

 

Wenn ein 6-Jähriger vor Schmerzen schreit und nach dem Arzt ruft, macht man sich Sorgen. Es ist der Vorabend zum zweiten Advent. Beunruhigt fahren die Eltern mit ihrem Paul in die Klinik nach Herrenberg. Von da nach Böblingen.

Besorgte Mienen allerorten. Am Morgen findet sich die Familie auf der Krebsstation der Tübinger Uniklinik wieder. Und damit über Nacht im schlimmsten aller Albträume: „Unser Paul hat Krebs.“

 

 


Pauls Mutter berichtet:

„Etwas Großes an Pauls Niere ...? Die Ultraschall-Untersuchung versetzte uns den ersten Schock. Was konnte das nur sein? Beim zweiten Ultraschall um halb drei nachts - Paul war erschöpft eingeschlafen – fiel erstmals das Wort „Tumor“. Ich weiß noch, ich fühlte mich, als stürze ich in einen Strudel aus purer Panik.

Und es wurde immer schlimmer: „In der Onkologie in Tübingen erwartet man Paul bereits. Beeilen Sie sich!“ Dann die endgültige Diagnose: Wilmstumor an der Niere, schnell wachsend. Die Ärzte starteten sofort die Chemotherapie.

 

„Jetzt kommt alles auf die Operation an.“

Als wäre alles nicht genug, zeigte das MRT, dass auch an Pauls rechter Niere ein Tumor saß. „Wir müssen operieren“ sagten die Ärzte. Die bange Frage war: Würde von Pauls Nieren nach der OP noch „genug übrig bleiben“? Immer wenn die Angst mich schüttelte, war es Paul, der beruhigte. „Wir müssen auf dem Teppich bleiben, alles andere hilft nicht.“ Das klang dann immer so reif, so erwachsen …

Am 24. Januar war es soweit: Operation.

Paul durfte einen ganzen Tag zuvor nichts essen; das war schwer für ihn. Dreieinhalb Stunden warteten mein Mann und ich vor dem OP-Saal. Und hofften und beteten ...“

 

 

 

Die Operation verlief erfolgreich. Paul wird wieder gesund werden.

„Noch ist nicht alles ausgestanden. Es kommen neue Chemos und Strahlen und Untersuchungen. Und doch war diese Operation der Wendepunkt: Pauls beide Nieren konnten gerettet werden! Sie werden funktionsfähig bleiben.

Paul ist auf dem Weg der Besserung. Soll ich sagen, eine Zentnerlast fiel von unseren Schultern? Das beschreibt es nicht annähernd. Auf ewig werde ich allen dankbar sein, die mitgeholfen haben, dass unser Paul wieder gesund wird.“
 

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