Eine Kinderkrebsklinik im Hochland von Peru

Hoffnung für krebskranke Kinder in einem der ärmsten Länder der Welt.
 
Prof. Dr. Karl Welte von der Medizinischen Hochschule Hannover hilft seit über 20 Jahren bei der medizinischen Versorgung von Kleinbauern im abgelegenen Anden-Hochland von Peru. Mit großem Engagement, mit eigenen finanziellen Mitteln und der Hilfe vieler Freunde und Gönner in Deutschland hat er die Kinderkrebsstation aufgebaut, die zum Hospital Antonio Lorena in Cusco gehört.
 
Prof. Dr. Karl Welte bei einem Interview 2007:
„Mein Traum ist es, in der Stadt Cusco / Peru im Andenhochland eine einfache onkologische Station aufzubauen, um auch dort Kindern, die zum Beispiel an Leukämien leiden, eine Überlebenschance zu geben.“ 
 
„Ich habe mir gesagt: Durch die vielen Forschungsprojekte, die dank Spenden möglich wurden, haben sich die Überlebens-Chancen krebskranker Kinder bei uns in Deutschland wesentlich verbessert. Mit der richtigen Therapie können daher heute hier bei uns zwei von drei kranken Kindern dauerhaft geheilt werden. Das muss auch für krebskranken Kinder in Cusco gelten!“
 
Professor Weltes kühne Vision wurde 2010 Wirklichkeit!
 
Die Kinderkrebsstation in Cusco auf ca. 3.300 m Höhe ist in der armen Region eine einzigartige Einrichtung – und oftmals letzte Hoffnung auf ein Überleben für viele krebskranke Kinder.
 
 
 
Hoffnung in einer hoffnungslosen Umgebung.
 
Die „Campesinos“, wie die Andenbauern genannt werden, ringen der kargen Erde kaum das Lebensnotwendige ab. Ihre Arbeit auf Feldern und Weiden in bis zu 4.500 m (!) Höhe ist beschwerlich und nicht selten gefährlich.

Trifft eine Familie der Schicksalsschlag, dass ein Kind an Krebs erkrankt, so ist die Not doppelt groß.

Um die teure ärztliche Behandlung zu bezahlen, sind die Campesinos viel zu arm. Bis vor kurzem mussten viele Eltern hilflos mit ansehen, wie ihre Kinder dem Krebs zum Opfer fielen. Jetzt schenkt ihnen die Kinderkrebsstation in Cusco neue Hoffnung.
 
 
Dr. Hansjörg Schmid berichtet aktuell von seinem Besuch der Kinderkrebsstation
Cusco:
 
„Wegen des Neubaus ist die Station zur Zeit in Container ausgelagert. Es herrscht drangvolle Enge. Es gibt nur einfachste Quarantänemaßnahmen. Hände waschen, Mundschutz und ein Überkittel müssen genügen.
 
Unser bedrückendstes Problem ist das fehlende Thrombozyten-Apherese-Gerät. Mit ihm könnte man die Therapie-Erfolge entscheidend verbessern.
 
So hätte man vielleicht auch Jan Pierre retten können, den ich persönlich kennengelernt habe. Er hat den Kampf Anfang des Jahres 2013 verloren – weil kein Blutplättchenserum verfügbar war.
 
Zusammen mit der Stiftung soll es gelingen, das Thrombozyten-Apherese-Gerät für Cusco anzuschaffen. Ob wir die krebskranken Kinder erfolgreich behandeln können, hängt maßgeblich von diesem Gerät ab.“
 
Dr. Schmids dringender Wunsch ging kurz vor Weihnachten 2013 in Erfüllung: Dank großzügiger Beiträge unserer Spender und Spenderinnen konnte das Apherese-Grät für Cusco angeschafft und der Klinik übergeben werden. Wir berichten hier gesondert darüber. 
 
Kely hat Lymphknotenkrebs.
 
Kelys Hals war über Wochen stark angeschwollen, die Eltern sorgten sich. Nach 2 strapaziösen Reisetagen kam sie bei uns an. Es war Winter, und in der Station gibt es keine Heizung. Nachts wird es 0 Grad kalt. Die Punktionen ergaben: Kely hatte Lymphknotenkrebs. 2 Wochen später begann für sie die Chemotherapie.
 
 
Knochenkrebs, Leukämie, Hirntumor … Viele Kinder wie hier  der kleine Juan Daniel oder die zweijährige Luiciana kämpfen um ihr Leben.
 
 
 
 
 
Die Kinder brauchen lange Zeit Fürsorge und Betreuung.
 
Auch noch nach einer Chemotherapie sind die kleinen Patienten immunschwach und anfällig für Infektionen. Sie müssen beobachtet werden, sie benötigen Infusionen, regelmäßig Medikamente – und eine möglichst hygienische Umgebung. All das ist nicht möglich, wenn sie zu früh nach Hause geschickt werden. Es ist oft feucht und kalt in den einfachen Berghütten, und die hygienischen Verhältnisse sind erschreckend. Wenn wir den Behandlungserfolg sichern wollen, müssen die Kinder über Monate nach der Therapie auf der Station betreut werden. Auch das kostet viel Geld.
 
Die Madeleine Schickedanz KinderKrebs-Stiftung fördert das Projekt „Cusco“ seit 2010.
 
Die Stiftung unterstützt laut Satzung die Krebsforschung in Deutschland. Das ist und bleibt unser Hauptanliegen, dem wir uns verpflichtet haben. Der weit überwiegende Teil unserer Fördermittel fließt deshalb an die Forschungsinstitute und –Projekte in Deutschland.

Doch Professor Weltes Projekt „Kinderkrebsklinik in Cusco“ ist so wichtig und so einzigartig, dass wir es zu unserem Ausnahmeprojekt im Ausland gemacht haben und zur Herzenssache von uns allen.
 
Aus Mitteln der Stiftung wurde in 2010 u. a. ein so genannter „Flow-Cytometer“ angeschafft. Das ist ein medizintechnisches Gerät zur Leukämie-Diagnose (Kosten: rund 71.000,- EUR). Zusätzlich übernahm die Stiftung Gehaltskosten (für Arzt und Krankenschwester) sowie Medikamentenkosten in der Höhe von insgesamt ca. 22.000,- EUR. Für diese Zwecke wurden in den Jahren 2011 und 2012 insgesamt ca. 65.000,- EUR von der Stiftung bereitgestellt. Zum Ende 2013 konnte ein Thrombozyten-Apherese-Gerät für ca. 51.000,- EUR angeschafft werden. Zusätzlich unterstützte die Madeleine Schickedanz KinderKrebs-Stiftung das Projekt Cusco in 2013 mit 30.000,- € für Personal- und Medikamentenaufwand. 

Bitte stehen Sie mit uns gemeinsam an der Seite der krebskranken Kinder in Cusco.

Was in Deutschland möglich ist, sollte auch den krebskranken Kindern in Cusco helfen. Deshalb unterstützt die Madeleine Schickedanz KinderKrebs-Stiftung Prof. Weltes Projekt der Kinderkrebs-Station in Cusco. Wenn Sie uns dabei helfen möchten, freuen wir uns über Ihre Spende.
 
 
 

Madeleine Schickedanz
„Es waren sehr persönliche Gründe, die mich 1990 veranlassten, die Madeleine Schickedanz KinderKrebs-Stiftung ins Leben zu rufen.“

Prof. Karl Welte:
"Leben und Gesundheit unserer Kinder sind die höchsten denkbaren Güter, die es auf jede Art und bei immer währenden Bemühungen zu erhalten und sichern gilt."

Tourvideo DJ Bobo



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